11 Jun 2012

Badetag für FD-Segler: “Leichtwindrevier” Pöhl macht ernst

Wenn plötzlich mitten in einer Regatta reihenweise Flying Dutchman´s umkippen und die Zuschauer am Ufer aufgeregt ihre Ferngläser zücken, ist das für die Talsperre Pöhl ein nicht ganz alltägliches Sportereignis. Was die FD-Segler am Samstag den 9.6. zur Sächsischen Meiserschaft nacheinander auf dem Wasser umhaute, war nicht etwa die herzliche Gastfreundschaft der Vogtländer, auch nicht die Schönheit der Landschaft, sondern eine besonders fiese Form von böigem, stark wechselndem Wind bis zur Stärke 7. Da, wo an Land die Zuschauer vorher vor sich hin dösten und die Regatta mehr oder weniger gespannt verfolgten, waren plötzlich alle hellwach. „Alles schwarz“, hörte man, oder auch „Schon wieder ein Boot gekentert, welche Nummer?“. Was für die Segler purer Stress und kräftezehrendes Ringen mit dem Wind, war für die Zuschauer beste Unterhaltung. Kein Wunder, dass die FD-ler nach der ersten, stürmischen Wettfahrt erst einmal eine kleine Verschnaufpause in einer Pöhler Bucht einlegten, sodass die gesamte Flotte vom Vereinsgelände des SSVEP aus nicht mehr zu sehen war. „Was treiben denn die in der Bucht?“, fragten mehrere der An-Land-Gebliebenen. Als das voll beladene Verpflegungsboot sichtbar wurde, war alles klar.
Insgesamt drei Wettfahrten konnten am Samstag bei gleichbleibend stark böigem Wind gesegelt werden. Kein Wunder, dass sich der eine oder andere Segler wie durch die Mangel gedreht fühlte. Der Ausspruch „Bis auf die Badeeinlagen hat es sogar Spaß gemacht“, sprach Bände. Den Berliner Sportfreunden machte der Wind am wenigsten aus. Souverän setzten sich die Teams Bogumil/Lisken 1. und Lechler/Salow 2. gegen die Rostocker Borowski/Borowski 3. und ihre Mitstreiter durch. Den Abend ließen dann Segler, Angehörige und Gäste mit Fußball-EM, Musik von DJ Tomray und Cocktails sowie härteren Spirituosen aus dem traditionellen Barwagen ausklingen.
So stürmisch der Samstag auch verlief, so ruhig ging es dann am Sonntag zu. Der Wind hatte keine Lust mehr und machte komplett schlapp. Sonntag = Ruhetag: Es kam keine Sonntagswettfahrt mehr zustande. Es war wie immer eine gelungene Veranstaltung. Der SSVEP freute sich über die rege Teilnahme an der Regatta (20 gestartete Boote) und besonders über einige neue Teams, die bisher noch nie dabei gewesen sind. Dank geht an alle fleißigen Helfer an Land und auf dem Wasser, die die Durchführung der Regatta überhaupt erst möglich gemacht haben. Bis zum nächsten Jahr!

Mario Götz

Sächsische Meisterschaft 2012

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