02 Mai 2012

GER 1: Bericht vom Eder-Möhne-Cup

28./29. April – Möhnesee: Sonne auf’m Schwert, aber Newcomer im Glück
7:00 Uhr… der Wecker klingelt heute früher: Wir wollen besonders früh am See sein, weil wir noch das Schwert, das nach Steinhude in Reparatur war, einbauen müssen und nicht sicher sind, wie lange das mit den ganzen Strippen wohl dauert.

Als wir um 9:00 Uhr am Möhnesee sind, ist unser Schwert schon da. Und wir können direkt mit dem Einbau beginnen. Alles geht zügig und schon bald sind wir damit fertig. Beim weiterem Aufbau passiert uns aber dann ein Malheur: Die Fock rutscht uns beim Anschlagen aus der Hand und weht bei guten 3 Windstärken waagerecht aus: Peinlich, peinlich, vor allem, weil die belustigte FD-Truppe sich erst mal darum kümmert, das Ganze fotografisch festzuhalten. Zum Glück können die aber schneller segeln als laufen und so können wir die Fock bergen, bevor unschöne Fotos geschossen werden – Newcomer im Glück die Erste.

1. Lauf: Der noch vor dem Lauf kräftige Wind nimmt vor dem Start so weit ab, dass wir erstes Loch fahren können. Nach der Startkreuz liegen wir im Mittelfeld. Auf der zweiten Kreuz entscheiden wir uns für die rechte Seite. Da geht es gut voran und wir können dort weiter nach vorne kämpfen – Newcomer im Glück die 2.

An 5. Stelle liegend gehen wir auf die letzte Kreuz. Mittlerweile steht Frederik in seinem Trockenanzug kurz vor dem Hitzschlag. Da dreht der Wind plötzlich um ca. 60° und drück mit voller Kraft in die backstehende Fock. Frederik, der im Trapez steht, wird eingetaucht und obwohl ich direkt auf die andere Seite springe, kann ich das Kentern nicht mehr verhindern. Durch das abkühlende Bad wir Frederik aber vor dem drohenden Hitzschlag bewahrt – Newcomer im Glück die Dritte.
Nach der Kenterung können wir dann nur noch den neunten Platz verteidigen.

2. Lauf: Der Wind hat weiter nachgelassen. Nach ordentlicher Startkreuz geraten wir an der 2 Tonne unter das ganze Feld und fallen auf den vorletzten Platz zurück. Allerdings liegt das Feld noch nah zusammen. Auf der folgenden Kreuz halten wir den Anschluss. Auf dem nächsten Leegang lässt der Wind immer mehr nach. Vorne werden die Boote immer langsamer. Zusammen mit Uli Schäfers ziehen wir erst mal hoch um Fahrt im Schiff zu behalten und haben dann Glück, dass der Wind auf unserer Seite des Sees stärker wird… während die anderen immer noch rumstehen erwischen wir eine Böe und rasen trapezsegelnd (!) an fast allen vorbei und finden uns an 2. Stelle liegend wieder – Newcomer im Glück die Vierte.

Auf dem folgenden Schenkeln setzen wir uns gemeinsam mit dem Führenden Duo Andreas und Michael Happich (GER 1808) von den Verfolgern ab und können sicher den 2. Platz nach Hause fahren.

Da im Feld durch den schwierigen Wind gut gewürfelt wurde, erreichen wir am Ende des Tages insgesamt den vierten Rang. Punktgleich mit 4 anderen Booten, die alle auch 11 Punkte haben, aber trotzdem hinter uns liegen – Newcomer im Glück die Fünfte.

Sonntag ist schnell erzählt:
10:00 Uhr – kein Wind
11:00 Uhr – kein Wind
12:00 Uhr – kein Wind

Es findet keine weitere Wettfahrt mehr statt.

Wir landen also im ersten Drittel und dürfen unseren ersten FD-Preis mit nach Hause nehmen.

Auf dem Treppchen platzieren sich Andreas und Michael Happich GER 1808 vor Christoph Robert und Gabi Feldbert GER 1820 gefolgt von Kai Schäfers, Peter van Koppen GER 235.

Epilog: Da wir am kommenden Wochenende den FD mal bei Frederiks Club vorstellen und dort ein wenig Werbung für die Klasse machen wollen, fahren wir direkt zum Hennesee. Kurz vor der Ankunft witzeln wir noch, dass wir auf jeden Fall fahren, wenn Wind für’s dritte Loch ist. Und als wir ankommen sind tatsächlich vereinzelt Schaumkronen auf dem See zu sehen.
Also bauen wir das Boot in Rekordzeit (25 Minuten, inklusive umziehen) auf und heizen dann noch fast zwei Stunden dort hin und her – Newcomer im Glück die letzte – ein würdiger Abschluss fürs Glückswochenende.

Andreas Hölter  (GER 1 – Newcomer-Team)

>> Ergebnis FD-Cup 2012 PDF

 

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