14 Sep 2014

IDM – GER 202 Der Bericht der Drittplatzierten

Uns hat es sehr gefreut, dass die Wahl für die IDM 2014 auf Plau am See fiel. Plau liegt in der Region Nord-Ost (unser Gebiet!!), hatte nur eine kurze Anreise für uns und wir wussten, dass sich der PWC um Holger Dahnke sehr viel Mühe geben wird!! Dazu kommt, für alle FD – Segler war der See “Neuland”. Das versprach zusätzlich richtig spannend zu werden und den Kreis der üblichen Titelverdächtigen zu erweitern.

Ich selbst kannte den See nur von einer Fahrradtour, die ich vor 4 Jahren zusammen mit meiner Frau unternahm: Start in Malchow und dann von Süden um den See. Ist wirklich zu empfehlen. Als ich dort den See das erste mal sah, war ich wirklich erstaunt über die Größe!!! Da mussten wir uns früher auf dem Schweriner See abmühen oder auch den Müggelsee genießen und dabei gibt es auch noch so viele andere schöne Seen (z.B. die Müritz, Kummerower See, …).

Aber nun zur Regatta:

Die Wettervorhersage versprach schönes, warmes Nachsommerwetter und die Vorhersage wurde eingehalten!

Die Organisation seitens des PWC war super – gute Liegeplätze, Stellplätze für Caravan, Zelt, Auto direkt beim Verein und jeden Abend Regattaessen. Der Höhepunkt dann die Abschlussveranstaltung am Sonnabend mit Siegerehrung und Livemusik. Vielen Dank dafür!!!!!!

Mittwoch waren wir dann zum Training auf dem See und es waren traumhafte Bedingungen – Wind um 4 Beaufort aus Ost, Luft über 20 Grad und Wassertemperatur sehr angenehm. Wenn das die Woche hält, besser geht es nicht. Wie aber zu erwarten war ging die Windstärke im Laufe der Tage aber immer weiter zurück.

1. Wettfahrt

Start mit schwarzer Flagge und durch uns sehr verhalten. Irgendwie kamen wir nicht aus dem Knick. Dazu die 1. Boje gefühlt auf Land und sehr viele starke Dreher. Aber vorne die „üblichen Verdächtigen“, das konnte ja noch was werden.

2. Wettfahrt

Diesmal gut gestartet und eine gute Nachstartphase gesegelt, sodass alle Optionen offen waren. Aber auch hier konnten wir den See nicht richtig lesen. Starke Dreher, Böenpakete die auf das Wasser kamen und wir hatten keine Ahnung woher die kamen. Immer wenn wir wieder dran waren, kam der Dreher gegen uns. Naja, auch Andere hatten damit zu kämpfen.

3. Wettfahrt

Insgesamt weniger Wind als am 1. Tag, aber die gleiche Grundrichtung aus Ost.

Wieder guter Start und frei gesegelt und an der 1. Boje vorn mit bei. Der Wind auf der 1. Raum wurde dann immer raumer und so profitierten einige, die den berühmten Leebogen angesetzt hatten, hier vor allem Dirk Bogumil, der damit bis auf den ersten Platz vorkam. Wir konnten uns an der Raumhalse auch noch gut aus der Affäre ziehen und sind dann den 3. Platz ruhig ins Ziel gesegelt. Vorn mit Dirk (noch von der Schippe gesprungen) und Kai schon die ersten Anwärter auf den Titel, die bis dahin eine konstante Serie hingelegt hatten, was bei den Bedingungen sehr erstaunlich war.

4. Wettfahrt

Guter Start in der Mitte, nach einer Linksdrehung dann frei nach rechts und das Feld kontrolliert.

Erwin: „Die rechts sehen aber richtig Schei… aus!“. Kaum ausgesprochen, kam der extreme Rechtsdreher aus dem (für uns) Nichts. Diese Wettfahrt ging gar nichts, wo wir auch hinfuhren, überall war der Wind, den wir vorher gesehen hatten, schon weg. Naja, das kann ja noch heiter werden!

5. Wettfahrt

Wieder guter Start in der Mitte, wieder der Linksdreher, wieder frei gesegelt, dann Erwin: „Das sieht richtig gut aus!“. Jörn: „Sag nichts mehr!“

Das hat er dann auch getan und wir konnten hinter Shmuel die 1. Marke runden. Vorwind schob sich dann alles noch einmal zusammen, wir konnten aber mit 2 Halsen und guter Geschwindigkeit den 1. Platz, den wir auf der 2. Kreuz erobert hatten, verteidigen. Damit sah die Welt wieder freundlicher aus, zumal Dirk sich eine richtige Hausnummer ersegelt hatte.

Der Start zur 6. Wettfahrt wurde dann auf den Sonnabend um 14:00 Uhr festgelegt. Da hatte der Wettfahrtleiter wohl schon eine Ahnung was mit dem Wind passiert.

So war es auch. Vormittags kein Wind, dann auslaufen – genau wie beim Einlaufen immer im Schlepp, weil Segeln in dem Kanal zum See nicht erlaubt war. Schon eine Kuriosität!

Dann sogar ein Start bei durchaus segelbaren Bedingungen. Kurz vor Boje 1 dann der Abbruch der Wettfahrt, weil der Wind dann doch immer komplizierter wurde. Aber beim Abbruch Peggy an 1 und wir an 2, das wäre noch einmal spannend geworden.

Fazit:

Eine sehr schöne deutsche Meisterschaft!

Vielen Dank an die Organisatoren und freiwilligen Helfer!

Herzlichen Glückwunsch an die neuen Deutschen Meister Kai und Peter!

Wir sehen uns demnächst auf den bekannten und unbekannten Regattagebieten!

 

FD GER 202

Jörn Borowski

Rostocker Yachtclub

 

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