Für uns war es erst die dritte Regatta im FD und der Wannsee hat uns direkt gezeigt, dass er es nicht besonders nett mit Neulingen meint.
Samstag, 25. April
Die Vorhersage hatte bis zu 20 Knoten angekündigt, und die haben sich auch nicht lumpen lassen. Knackige Böen, drehende Winde und Sonnenschein waren die Bedingungen für die ersten drei Wettfahrten.
Die erste Wettfahrt lief überraschend gut. Keine großen Fehler, das Boot lief, wir waren zufrieden. Mehr kann man als noch recht unerfahrene FD-Crew bei solchen Bedingungen eigentlich kaum erwarten.
In der zweiten Wettfahrt hat uns unsere Unaufmerksamkeit einen Strich durch die Rechnung gemacht. Beim letzten Spimanöver der ersten Wettfahrt haben wir die Schot so unglücklich überfahren, dass wir danach den Spi nicht mehr setzen konnten. Das fiel uns leider erst nach dem Abfallen an der Luvtonnen im Rennen auf. Die einzige Möglichkeit, das Problem zu lösen: bewusst in den Windschatten fahren, kentern und das Tauwerk so befreien. Blöd gelaufen, aber was soll man machen.
Die dritte Wettfahrt war dann die härteste. Der Wind hatte noch mal angezogen, und wir haben es schlicht verpasst, den Trimm anzupassen. Mit komplett falschen Einstellungen haben wir von Anfang an gekämpft und hatten echte Mühe, überhaupt im Feld zu bleiben. Das hat wehgetan. Was den Tag aber wirklich gerettet hat, waren IHR. An Land gab es jede Menge ehrliche und praktische Tipps. Das hat uns richtig gut getan, und wir sind zuversichtlich, dass wir bei ähnlichem Wind beim nächsten Mal deutlich besser dastehen werden.
Sonntag, 26. April
Als hätte jemand den Reset-Knopf gedrückt. Statt 20 Knoten kaum noch 5, dazu drehiger Wind und kleine Windfelder, die sich über den ganzen See verteilt haben. Für uns war das ehrlich gesagt fast noch schwieriger als der Vortag, weil wir in solchen Bedingungen schlicht kaum Zeit auf dem Boot verbracht haben.
Der erste Lauf hat das auch direkt gezeigt. Wie dreht der Wind? Wie stelle ich das Boot richtig ein. Das ist eine ganz eigene Kunst, und wir waren noch weit davon entfernt, sie zu beherrschen. Im letzten Lauf der Regatta hat es dann aber Klick gemacht. Was wir über das Wochenende beobachtet und mitgenommen hatten, konnten wir auf anwenden und haben tatsächlich ein Ergebnis gesegelt, auf das wir richtig stolz sind. Ein schöneres Ende für ein solches Wochenende hätte es kaum geben können.
Grüße Moritz und Tim




